(Artikel erschien im LUXEMBURGER WORT und die WARTE am
9.01.2003)
Ein neues
Buch Horst Klusch/Bukarest bringt die Landnahme der Siebenbürger Sachsen
mit dem
Bauernkreuzzug von 1096 in Verbindung
Bereits
im Jahre 1768 als Luxemburg und Siebenbürgen eine Zeit lang unter der Krone der
österreichischen Habsburger in einem Reich vereint waren, hatte der Luxemburger
Jesuit Franz Xaver de Feller SJ bei einem Besuch in Siebenbürgen die enge
Sprachverwandtschaft der Bewohner des Nösnerlandes in Nordost Siebenbürgen mit
den Einwohnern seiner Heimat festgestellt. Spätere Dialektvergleiche der
Sprachforscher Gustav Kisch (1897) und Dr. Richard Huss (1926) haben dann zu
der These von der Luxemburger Urheimat der Siebenbürger Sachsen geführt. Neben
der offensichtlichen Verwandtschaft der Sprache der Siebenbürger Sachsen und
der Bewohner des Luxemburger Landes, gab es auch viele Übereinstimmungen von
Familiennamen, Flurbezeichnungen und Ortsnamen, die auf eine Herkunft der
Siebenbürger Sachsen aus der Gegend zwischen Mosel und Maas hinwiesen. Offen
blieb allerdings bis heute die Frage wann genau die Ansiedlung der Siebenbürger
Sachsen im Karpatenbogen und warum sie gerade dort erfolgte. Auch die Fragen,
warum aus den ursprünglich wohl Moselfranken in Siebenbürgen Sachsen geworden
sind und woher der Name Siebenbürgen eigentlich stammte, sind bis heute nicht
eindeutig geklärt. In dieses geschichtliche Niemandsland wagt sich jetzt der
siebenbürgisch-sächsische Volkskundler Horst Klusch mit einer neuen
Ansiedlungstheorie der Siebenbürger Sachsen im heutigen Rumänien.
Die bisherige Geschichtsschreibung geht
davon aus, dass die Siebenbürger Sachsen unter der Amtszeit des ungarischen
König Geysa II. (1141-1162) gerufen worden sind, um das Land zwischen Donau und
Karpaten zu besiedeln und es gegen die Einfälle der heidnischen Kumanen und
Petschenegen zu verteidigen. Allerdings finden sich in den Archiven und
Chroniken der vermuteten Herkunftsgebiete der Siebenbürger Sachsen, also in den
Regionen in und um das heutige Grossherzogtum Luxemburg keine Spuren oder
Belege für eine Auswanderung größeren Ausmaßes oder aber über die Tätigkeit von
Werbern (Lokatoren) im Auftrage des ungarischen Königs. In den ungarischen, in
Latein verfassten, Urkunden werden die Siedler als Teutonici, Flandrenses und
Latini, erst ab 1206 als Saxones
bezeichnet, ein erstes Anzeichen, dass in den Ebenen des Balkan eine große
Verschmelzung vieler Stämme und Völker stattgefunden haben muss, die nur ihr
einheitlicher katholischer Glaube einte. Wenn man jedoch die Regierungszeit
König Geysas näher betrachtet, so gab es kaum ein Jahr in dem nicht die gesamte
pannonische Region durch Kriege vor allem gegen den deutschen Kaiser Konrad
III. verunsichert wurde. Wohl kaum eine gute Grundlage um Siedler anzuziehen,
die zudem aus dem Territorium dieses gegnerischen Kaisers stammten. Außerdem
ist es im höchsten Masse erstaunlich , dass die Landnahme der Siebenbürger
Sachsen, die angeblich erste der mehrere Jahrhunderte dauernden deutschen
Ostkolonisation, eine Siedlungsbewegung über mehr als 2000 km quer durch Europa
in Gang setzte, wo doch in den Ländern dazwischen vor allem in Böhmen und
Ungarn genügend menschenleere Siedlungsräume für landhungrige Neusiedler zur
Verfügung gestanden hätten.
Die neue Theorie von Horst Klusch koppelt
die Migration der Siebenbürger Sachsen vom Gesamtprozess der deutschen
Ostsiedlung ab, mit dem sie bisher in Verbindung gebracht wurde, und bringt sie
in Verbindung mit der Kreuzzugsbewegung, die bereits ein Jahrhundert vor Beginn
der deutschen Ostsiedlung große Teile Westeuropas erfasst hatte. Die
Kreuzzugsbewegung bietet sich auch insofern für die Theorie geradezu an, weil
sie sich auch über mehrere Jahrhunderte von 1095 bis weit ins 14. Jahrhundert
hingezogen hat und es sich auch um ein gesamteuropäisches Unternehmen handelte.
Der Bauernkreuzzug des Eremiten Pierre d'Amiens
Der
Aufruf des Papstes vom 27. November 1095 in Clermont hatte nicht nur die
Ritterschaften und Adligen der katholischen Länder Westeuropas erreicht. Vor
den Rittern brachen schon Anfang 1096 unter der Führung des Eremiten Pierre
d'Amiens die kleinen Leute zu dem sogenannten "Bauernkreuzzug" als
Vorhut des 1. Kreuzzuges gen Palästina auf. Die Werbung Pierre d'Amiens
konzentrierte sich zunächst hauptsächlich auf die Ile de France und die
Champagne. Gegen Ostern 1096 erreichte er jedoch auch Lothringen. Von dort zog
er über Trier und Aachen mit bereits 15.000 Anhängern nach Köln. In Köln wuchs
sein Kreuzfahrerheer aus verarmten Adligen, landlosen Bauern, mittellosen
Handwerkern, Mönchen und Armen auf fast 40.000 Personen. Anders als an den
späteren Kreuzzügen der Ritter beteiligten sich an dem Bauernkreuzzug des
Pierre d'Amiens viele Frauen und Kinder, ganze Sippen. Die meisten von ihnen
sahen in diesem Kreuzzug eine Chance dem Elend und der Chancenlosigkeit in
ihrer Heimat zu entfliehen und eine neue, bessere Heimat zu finden. Während für
die späteren Kreuzfahrer, die zur Stärkung oder Verteidigung eines schon
bestehenden christlichen Staates in Palästina aufbrachen, der Kreuzzug oft nur
die Erfüllung eines Gelübdes, also ein zumeist befristetes Unternehmen war,
hatten die meisten Teilnehmer des Bauernkreuzzuges alle Brücken zu ihrer Heimat
abgebrochen und waren auf der Suche nach einer neuen Heimat, die sie in
Palästina zu finden glaubten.
Der Bauernkreuzzug des Pierre d'Amiens
durchquerte das bereits katholische Ungarn in ziemlicher Zucht und Disziplin
auf der alten römischen Heeres- und Handelsstrasse. Erst an der Grenze zum
byzantinischen Reich in Semlin gegenüber dem bereits byzantinischen Belgrad, geriet der gewaltige Tross von 40.000
nur unzureichend bewaffneten Bauern, außer Kontrolle und es kam zu
Plünderungen. Dabei kamen, nach dem Chronisten des 1. Kreuzzuges, Albert von
Aachen, 4000 Ungarn ums Leben. Als der
ungarische König Koloman zur Verfolgung des Bauernheeres ansetzte versuchte
Pierre d'Amiens seinen Tross durch Übersetzen über die Save auf byzantinisches
Territorium zu retten. Die byzantinischen Grenztruppen versuchten, aus Angst
vor weiteren Plünderungen, dieses Übersetzen jedoch zu verhindern. Bereits bei
diesem ersten Kämpfen des Bauernheeres mit den petschenegischen Hilfstruppen
der Byzantiner ertranken viele Kreuzfahrer, andere wurden versprengt. Diese
versprengten Kreuzfahrer ließen sich als Siedler an der Save im
ungarisch-byzantinischen Grenzgebiet nieder, ihr Land wurde später von den
Byzantinern Francochorion (Frankenland) genannt, bis diese Siedlungen durch den
Mongoleneinfall im Jahre 1241 wieder verschwunden sind. Diese Siedlungsnahme
gleich zu Beginn des Kreuzzuges beweist die Bereitschaft der Teilnehmer des
Bauernkreuzzuges, sich dort wo sie gutes Land vorfanden auch anzusiedeln. Der
Mehrheit der Kreuzfahrer gelang es jedoch die Save zu überqueren und Belgrad zu
erreichen. In Nitsch der nächsten größeren byzantinischen Stadt kam es dann zu
einem weiteren heftigen Zusammenstoß des Kreuzfahrerheeres mit byzantinischen
Truppen. Bei diesem Gefecht wurden 10.000 Kreuzfahrer mit 2000 Wagen von dem
Hauptheer abtrennt und gefangen genommen. Da in den Chroniken ausdrücklich von
diesen Wagen die Rede ist, kann man annehmen, dass es sich um die mitreisenden
Familien und Angehörigen der Bauern handelte, die in Nitsch vom Rest des
Kreuzzuges abgesprengt wurden. Obwohl
Pierre d'Amiens mit dem Gros seines Heeres Konstantinopel erreichen konnte, und
sogar eine Amnestie vom byzantinischen Kaiser erhielt, fehlt von diesen 10.000
zumeist deutschen und wallonischen bei Nisch in Gefangenschaft geratenen
Kreuzfahrern und ihren Familien in den Kreuzzugschroniken jede weitere Spur.
Was ist aus den 10.000 versprengten
Kreuzzugsteilnehmern geworden?
Dem
Haupttross des Bauernkreuzzuges sind sie nicht nachgezogen, dies hätten die
Chroniken vermerkt. Der byzantinische Statthalter von Nisch musste sie nach
einer Amnestie des Kaisers wohl freilassen. Im byzantinischen oder auch im
ungarischen Machtbereich hätte es für diese westeuropäischen Bauern, angesichts
des Hasses der sich damals bereits angesichts der Plünderungen und Gefechte mit
der einheimischen Bevölkerung gebildet hatte, kaum Ansiedlungsmöglichkeiten
ergeben. Der Weg zurück in die Heimat hätte durch ungarisches Gebiet führen
müssen, außerdem hätte der Papst eine solche Rückkehr durch Entbindung vom Kreuzfahrerschwur genehmigen müssen. Die
einzige Alternative für die versprengten Bauernkreuzfahrer, die zudem auch ohne
Anführer waren, war also auf schnellstem Wege den byzantinischen und
ungarischen Machtbereich zu verlassen. Die These von Horst Klusch geht nun
dahin anzunehmen, dass diese, außer Kontrolle geratenen deutschen und
wallonischen Bauern, im Winter mit ihren schweren Leiterwagen den Weg über die
zugefrorene Donau, der damaligen Grenze des byzantinischen Reiches, gefunden
haben müssen, wo sie am Aussenrand der Karpaten auf das Gebiet der Diözese Milkow, dem östlichsten Brückenkopf
der katholischen Kirche im Gebiet der Kumanen,
gelangt sein müssen. Diese Theorie hätte zudem den Vorteil, die bisher
durch kein Dokument belegbare überaus enge und lange Verbundenheit der
Siebenbürger Sachsen zu dem mit vielen Mythen umgebenen Bischofssitz von Milkow
im Karpatenvorland zu erklären, der gar nicht im Gebiet des historischen
Siebenbürgen lag.
Die Bedeutung des untergegangenen Bistums Milkow für
die Siebenbürger Sachsen
Die
Diözese Milkow im Vrancea Gebiet war wohl schon im 4. Jahrhundert zur Zeit der Völkerwanderung
für die christianisierten Daker gegründet worden, diente dann wohl später den
Ostgoten und Gepiden während der Völkerwanderung als Bischofssitz. Im Jahre
1096 wird urkundlich ein Bischof Laurentius von Milkow erwähnt, unter dessen
Amtszeit sich Tausende von Kumanen hatten taufen lassen, der die Einladung an
die versprengten Kreuzfahrer zur Wohnsitznahme hätte aussprechen können. Milkow
geriet danach unter die Kontrolle von Byzanz und wurde erst 1227 als
katholischer Bischofssitz unter dem Kumanenbischof Theodericus, einem deutschen
Dominikaner, wiederbelebt. Bereits 1241 wurde die Diözese und die Stadt im
Mongolensturm und wiederum 1286 beim Tatareneinfall vernichtet, dennoch wurden
immer wieder von Rom Bischöfe für Milkow ernannt, da die Diözese wegen ihrer
strategischen Bedeutung als östlichster römischer Vorposten in byzantinischer
Erde, inmitten des letzten heidnischen Bollwerks in Europa , nicht aufgegeben
werden durfte. Aber gerade die Nähe und die offene Grenze zu den
Steppengebieten Osteuropas, die immer wieder asiatische Steppenvölker zu ihren
Beutezügen nach Westen einlud, sorgte dafür, dass Milkow immer wieder zerstört
wurde, das letzte Mal 1444. Aber auch nach der endgültigen Zerstörung werden
noch Bischöfe für Milkow ernannt, die jedoch dann in Siebenbürgen residierten.
Erst 1512, kurz vor dem Einzug der Reformation in Siebenbürgen, befahl Papst
Julius II. die Vereinigung des Milkower Bistums mit dem Graner (Esztergomer)
Erzbistum in Ungarn. Selbst nach der Übernahme der Reformation bekannten sich
die beiden evangelischen Dechanten von Hermannstadt und Kronstadt zum Milkower
Bischofssitz, von dem heute nicht einmal mehr Ruinen zeugen. Diese überaus
starke Verbindung der Siebenbürger Sachsen über alle Schicksalsschläge hinweg
zum Bistum Milkow, muss historische Grundlagen haben, die mit der Ansiedlung
dieser Volksgruppe zusammen hängen, folgert der Volkskundler Horst Klusch.
Wann sind die Vorfahren der Siebenbürger Sachsen
ausgewandert?
Dass
die Siedlungsnahme der Siebenbürger Sachsen mit der Kreuzzugsbewegung in
Verbindung gestanden haben könnte, wurde von vielen Historikern bereits
angenommen. Allerdings kam bisher noch kein Historiker auf die Idee den ersten
Kreuzzug oder den ihm vorangehenden Bauernkreuzzug zum Ursprung der Siedlungsnahme
der Siebenbürger Sachsen zu machen. Vielmehr gibt es Historiker, allen voran
Karl Kurt Klein, die den 2. Kreuzzug von 1147 unter Führung des deutschen
Kaisers Konrad III. oder die etwa zur selben Zeit stattfindenden
Wendenkreuzzüge im Gebiet der Erzdiözese Magdeburg, deren Teilnehmer sich
hauptsächlich aus Flandern und dem Rheinland rekrutierten, in Verbindung mit
der Landnahme der Siebenbürger Sachsen brachten. Auch die Mundartforscher, die
in der Sprache der Siebenbürger Sachsen neben ihrer moselfränkischen
Grundstruktur eine starke Beimischung mit mitteldeutschen Sprachelementen
feststellten, die von einem vorherigen Aufenthalt der Siebenbürger Sachsen im
Gebiet der Erzdiözese Magdeburg stammen könnten, gingen bisher davon aus, dass
die Landnahme der Siebenbürger Sachsen im Karpatenbogen, die darüber hinaus
andere Ähnlichkeiten mit der Landnahme im Wendengebiet aufwies, auf vorher in
Sachsen siedelnde flämische und rheinische Siedler zurückging.
Während die klassischen
Ansiedlungstheorien, die die Besiedlung Siebenbürgens mit dem 2. Kreuzzug oder
den Wendenkreuzzügen in Verbindung bringen, von einer von West nach Ost
gehenden Besiedlung des Karpatenbogens ausgehen, bringt Horst Klusch Belege
dafür, dass diese Landnahme in umgekehrter Richtung erfolgt sein muss, also von
Ost nach West. Nach der neuen Theorie von Horst Klusch haben die Vorfahren der
Siebenbürger Sachsen über das Gebiet der Diözese Milkow im Karpatenvorland
zunächst die östlichen Landesteile von Transsylvanien besiedelt, bevor sie den
Westen und Norden von Siebenbürgen in Besitz genommen haben. Horst Klusch
findet auch Belege, dass der Deutsche Orden, der nach dem Verlust des Heiligen
Landes von 1211-1225 um Kronstadt in Siebenbürgen Versuche unternommen hatte,
einen eigenen Ordensstaat zu gründen, bevor er vom ungarischen König Andreas
II. mit Hilfe der Johanniter wieder vertrieben wurde, auch von Osten her nach
Siebenbürgen gekommen ist.
Die neue Ansiedlungstheorie der
Siebenbürger Sachsen von Horst Klusch berücksichtigt nicht nur
historisch-archivalisches Material , sondern auch volkskundliches Material, das
die Historiker und Sprachforscher bei
ihren Theoriebildungen bisher nicht berücksichtigt hatten. Solange es keine
unwiderlegbare Beweise für die eine oder andere Hypothese gibt, kann jede
Theorie ein Beitrag zu mehr Verständnis einer Fragestellung sein. Horst Klusch
arbeitet seit Jahrzehnten an den Fragen der Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen
mit sehr viel Sorgfalt und Engagement. Sein Buch ist deshalb auch eher eine
Ansammlung von Artikeln, die er im Laufe von mehreren Jahren zu diesem Thema
geschrieben hatte, die sich nun zu einer Gesamtschau verbinden. Die
Geschichtsschreibung war für die Siebenbürger Sachsen in ihrem 9 Jahrhunderte
währenden Existenzkampfe eines der Mittel in einer kaum freundlich gesinnten
Umgebung, ihre eigene Identität zu bewahren. Von diesem Ballast ist die
siebenbürgische Geschichtsschreibung jetzt befreit, weil es seit der Massenauswanderung der Siebenbürger
Sachsen Anfang der 90ziger Jahre, diese Heimat nicht mehr gibt, die es auch mit
den Mittel der Geschichtsschreibung zu verteidigen gilt. Nur noch knapp 20.000
Sachsen leben heute in Siebenbürgen, gerade noch doppelt so viele als nach der neuen Theorie von Horst Klusch vor
mehr als 900 Jahren den Weg durch die
Schluchten des Balkans nach Transylvanien gefunden haben. Wieviele davon
Luxemburger gewesen sind, lässt sich nicht mehr sagen. Aber auch nach der neuen
Ansiedlungstheorie von Horst Klusch wird der Anteil der Luxemburger am
Siedlungswerk in Siebenbürgen nicht herabgesetzt. Im Gegenteil, es ist bekannt,
dass viele Luxemburger vor allem an den ersten beiden Kreuzzügen teilgenommen
haben.(Gottfried von Bouillon, der Anführer des 1. Kreuzzuges hatte viele
Verbindungen in die damalige Grafschaft Luxemburg) Wenn die Thesen von Horst
Klusch zutreffen würden, müsste man lediglich den Anteil der Luxemburger am
Bauernkreuzzug von 1096 höher als bisher vermutet ansetzen. Mehr Rückschlüsse
auf Luxemburg lässt die neue Theorie von Horst Klusch nicht zu. Nach dem Motto
von Theodor Mommsen "Die Phantasie ist aller Historie Anfang" ist die
neue Ansiedlungstheorie von Horst Klusch zur Ansiedlung der Siebenbürger
Sachsen in Rumänien sicher ein sehr interessanter Diskussionsbeitrag zur
Geschichtsforschung dieser Volksgruppe.
Klusch, Horst:
Zur Ansiedlung der Siebenbürger Sachsen, Bukarest;
Kriterion-Verlag, 2001.-156 S.:Ill., Kt., 25 cm.-(Transylvanica) ISBN
973-26-0655-X